Archiv für die Kategorie ‘Outside’

geschrieben von Sebastian (26. Juni 2013)
Kategorie: Allgemein, Outside
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Liebe Bevölkerung: Am Donnerstag kommt Marc Forsters Zombiefilm “World War Z” in die Kinos. Dazu ein kleines Public Service Announcement Ihrer Freunde von Valencia, einfach für den Fall, dass die Zombie Epidemie wirklich ausbricht.

Vorsicht bissig: Wenn die Zombies kommen, sollten Sie vorbereitet sein.

Vorsicht bissig: Wenn die Zombies kommen, sollten Sie vorbereitet sein.

5 Survival Tipps für die Zombie Epidemie

1. Schutz suchen

Auch wenn Sie schon den faulen Atem im Nacken spüren: Sie können nicht die ganze Zeit davonrennen und spätestens nach 24 Stunden werden Sie schlafen müssen. Suchen Sie sich dafür am besten ein Gebäude mit mehreren Stockwerken, idealerweise freistehend (ein Turm wäre perfekt). So haben Sie die Übersicht über eventuelle Angriffe. Dort ziehen Sie sich in die oberen Stockwerke zurück und demolieren die Treppe nach unten. Holztüren, Glasfenster und dergleichen halten einer Untoten-Attacke nur kurze Zeit Stand. Für einen kurzen Aufenthalt ist auch eine Behausung mit Stahltüre möglich (eine Garage, ein Geschäft mit Stahlgitter etc.).

2. Bewaffnen

Den Zombies ist es egal, ob Sie Pazifist sind oder Kriegsgurgel, sie interessieren sich vor allem für Ihr Hirn. Deshalb werden Sie sich früher oder später verteidigen müssen – mit Waffengewalt. Zombies lassen sich nur hundertprozentig ausschalten, wenn ihnen das Hirn zerstört wird. Für das Bekämpfen über weite Distanz empfiehlt sich eine Schusswaffe mit Schalldämpfer, eine Armbrust oder ein Pfeilbogen. Grössere Waffen wie Maschinengewehre sind zu schwer und zu unhandlich und der Lärm wird nur weitere Untote anlocken. Einen In-Fight mit einem Zombie sollten sie um jeden Preis vermeiden. Falls es doch dazu kommt, ist eine Brechstange eine ideale Waffe: nicht zu schwer und trotzdem geeignet, einen Schädel zu knacken. Dazu lassen sich damit auch Türen aufbrechen, ein klares Plus wenn Sie einmal ganz schnell verschwinden müssen. Vergessen Sie exotische Waffen wie Flammenwerfer oder Kettensägen, dass funktioniert nur in Horrorfilmen. In der Realität werden Sie sich damit nur selber verletzen.

3. Passende Kleidung tragen

Wir sind hier nicht im Mittelalter: Ein Kettenhemd oder eine Eisenrüstung bieten zwar Schutz gegen Bisse, sind aber viel zu schwer und werden Ihre Flucht behindern. Tragen Sie lieber eine enganliegende Lederjacke und feste Hosen. Die bieten ebenfalls einige Protektion. Tragen Sie für das Nötigste einen kleinen Rucksack, aber achten Sie darauf, dass keine Schnallen oder Bänder hervorstehen, schon manch ein Zombie hat sich an solchen Haltegriffen festgekrallt. Das Gleiche gilt für Ihre Haar: Tragen Sie es kurz oder binden Sie es wenigstens zu einem Pferdeschwanz zusammen.

4. Vorräte anlegen

Über kurz oder lang wird die Wasser- und Stromversorgung ausfallen. Seien Sie sich bewusst: Durst oder Dunkelheit hat schon viele Flüchtige in die Arme der Zombies getrieben. Versorgen Sie sich deshalb mit ausreichend Frischwasser, Chlortabletten und Wasserfilter. Dazu Gaskocher und -flaschen, Taschenlampen und Batterien. Vorsicht im Umgang mit Stromgeneratoren, der hohe Lärmpegel wird auf Sie aufmerksam machen. Seien Sie bei den Nahrungsvorräten pragmatisch: Wenn Ihnen die Untoten auf den Fersen sind, ist Essen kein Genuss mehr, sondern lediglich Hunger stillen. Setzen Sie auf Nahrung, die leicht, energiereich und lange haltbar ist: Energieriegel, Trockenfleisch, Studentenfutter oder Schokolade. Für mehr Genuss wird Ihnen die Zeit nicht reichen. Die einzigen, die ausgiebig spachteln werden sind – na, wer wohl?

5. Ruhig bleiben

Panik ist ein ganz schlechter Ratgeber im Falle eines Zombie-Outbreaks. Bleiben Sie gelassen und überlegt und wägen Sie das Risiko jeder Ihrer Aktionen gut ab. Wer blindlings losrennt oder gar den Helden spielt, wird sich früher oder später umzingelt in einer Ecke wiederfinden. Versuchen Sie keine Gebissenen zu heilen oder gar mitzunehmen, auch wenn es sich dabei um Ihr Kind oder Ihr Ehepartner handelt. Trauen Sie niemandem: keinem Pfarrer, keinem Polizisten, keinem Soldaten, keinem Arzt und auch nicht Ihrer Mutter. Verfolgen Sie das langfristige Ziel: Überlebende finden und gemeinsam eine Zombie-freie Zone aufbauen.

Wenn Sie diese 5 Punkte befolgen, steigen Ihre Überlebenschancen drastisch, wahrscheinlich um etwa das Fünffache. (d.h. von ca.1% auf vielleicht 5%). Mehr zu verlangen wäre aber idiotischer Optimismus. In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine glückliche Apokalypse.

Alles nur Spass?

Natürlich: Diese Tipps sind lose inspiriert von Max Brooks’ Buch “The Zombie Survival Guide“. Aber sie wären vielleicht auch in realistischen Katastrophen-Szenarien ganz nützlich. Nicht umsonst haben die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention einen Zombie-Blog online gestellt. Natürlich mit dem Hintergedanken, die Bevölkerung damit auf “echte” Gefahren wie Unwetter, Erdbeben oder Grippe-Epidemien etc. vorzubereiten. Dies zeigt einmal mehr, dass gutes Storytelling immer noch die beste Variante ist, um Werbung zu machen.

 

 


geschrieben von Guillermo (17. August 2011)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für Wie weit darf Marketing eigentlich gehen?  Weiterlesen

Wir wissen es ja schon lange – Marketing manipuliert uns, unser Kaufverhalten, unsere Denkweise, unser Handeln, einfach alles. Wir sind gesteuert von multinationalen Grosskonzernen. Und ihre Handels- und Warenmarken sind die Köder, mit denen sie uns fangen. Ist es wirklich so?

Marketingprofi Martin Lindstrom legt es zumindest nahe. Und sein aufwändig inszeniertes Guerilla-Marketing-Experiment mit den Morgensons, das breit in den Medien besprochen wird (s. hierzu BaZ-Artikel von Nina Merli vom 16.8.2011) zeigt, wie leicht und einfach wir alle manipulierbar sind:

The Morgensons

Das Resultat seines Experiments verrät er uns darin natürlich nicht. Schliesslich sollen alle ja sein Buch «Brandwashed» kaufen. Schon wieder eine Manipulation? Ja, natürlich. Aber das zu wissen, kratzt niemanden.

Die Idee zum wissenschaftlichen Experiment hatte Lindstrom wie es heisst von diesem Hollywood-Streifen:

The Joneses

Tja, so wurde der Marketingprofi sozusagen von Hollywood “beeinflusst”, das sich wiederum vom Kauf- und Konsumverhalten der Menschen leiten lässt, die von multinationalen Marken beeinflusst werden, welche von Markenprofis geführt werden, die auch Hollywood beraten… irgendwie beisst sich die Katze da in den eigenen Schwanz.

Da drängt sich mir die Frage auf: sind wir nun die Katze oder der Schwanz? Und: Steckt nicht in jedem von uns ein Morgenson/Jones?


geschrieben von Guillermo (2. Juni 2011)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für St. Galler – unglücklich im Fussball und dann auch noch Pech in Basel  Weiterlesen

Über das Ausscheiden des FC St. Gallen aus der Super League kann man ja geteilter Meinung sein. Die einen finden’s gut, den andern ist es egal, Hauptsache der FCB wird auch kommende Saison Schweizer Meister.

Was aber niemandem unserer Zunft egal sein darf ist folgende in der BaZ gelesene Story, die sich St. Galler Werber geleistet haben. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von Sebastian (31. März 2011)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für Michaels Serientipps: The Walking Dead – Von A wie Atlanta bis Z wie Zombie  Weiterlesen

Als Serienjunkie reist man ja viel. Vor allem durch amerikanische Städte und Agglomerationen. Dort lernt man die unterschiedlichsten Milieus kennen und verbindet dann zukünftig den Ort mit den Geschehnissen einer Serie. Wenn ich New Jersey höre, dann sehe ich gleich Mob-Boss Tony Soprano („The Sopranos“) hindurch fahren. In LA bekämpft sich die Polizei gegenseitig mit brutalsten Methoden („The Shield“). Und Baltimore ist Heimat verwahrloster Quartiere und unkontrollierbarer Drogen-Bandenkriege („The Wire“). Der Erfolg von „The Wire“ führte sogar zu einer Pressekonferenz der Stadtpräsidentin, in der sie darauf aufmerksam machen wollte, dass ihre Stadt nicht so schlimm dran sei, wie es die Serie suggeriere… Nun, die Leute von Baltimore können sich trösten. Denn vermutlich hat es Atlanta noch schlimmer erwischt.

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geschrieben von Sebastian (16. Februar 2011)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für Und täglich grüsst das Murmeltier  Weiterlesen

Beim Konzipieren von Kampagnen erleben Werber regelmässig Déjà-vu-Momente: «Super Idee, aber gabs da nicht vor ein paar Jahre mal eine Orangensaft Werbung, die auch Schimpansen auf Fahrrädern einsetzte?», «Eine Promotion mit Safe-Schlüsseln? Haben wir Anfang 90er regelmässig gemacht.»

Es gehört zu unserem Job, für jeden Auftrag das Rad neu erfinden zu wollen und abseits ausgetretener Pfade zu denken. Aber seien wir ehrlich: Hin und wieder beschleicht jeden den Gedanken an die Tonleiter, die auch nur 12 Töne hat und deshalb nur eine endliche Zahl von Melodien erlaubt. Oder blicken wir nach Hollywood: «Tron Legacy», «Rapunzel» oder das tausendundeinte Jennifer-Aniston-Vehikel nach der bewährten RomCom-Blaupause. Das ist kalter Kaffee in alten Schläuchen (oder wie ging das Sprichwort?) und trotzdem rennen alle hin.

Die Kunst der Postmoderne liegt eben darin, Bestehendes auf schlaue Art zu mischen, subtil dem Zeitgeist anzupassen und so die Karten neu zu verteilen. Folgender Film, der aktuell durchs Web geistert, unterstreicht diese These auf geniale Weise und beweist zum Schluss, dass Tarantino ein ganz grosser ist:


geschrieben von Sebastian (6. Januar 2011)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für Alltagskunst: von Negern, Hütten und einsamen Salatesserinnen  Weiterlesen

In einem idealen Werbeinserat ergänzen sich Bild und Text zu einer überraschenden Aussage. Es kann aber auch der Fall sein, dass das Bild alleine schon die ganze Botschaft enthält. Die Headline dazu – wenn man nicht mutig und konsequent auf sie verzichtet – wird dann zu einem redundanten Element, einem indigenen Afrikaner vor traditioneller Behausung (bzw. «Neger vor der Hütte», im politisch inkorrekten Agentur-Slang).

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geschrieben von Guillermo (3. Dezember 2010)
Kategorie: Allgemein, Outside
Kommentare deaktiviert für Sbeschtwojehetsgits schon wieder veraltet  Weiterlesen

So schnell kanns gehen. Eben noch in aller Munde, schon wieder aus dem Sinn. Zumindest, wenn man dem Zürcher persoenlich.com glauben darf. Hier in Basel taucht der Ausdruck sBeschtwojehetsgits jedenfalls von Zeit zu Zeit immer wieder auf. Den kompletten Beitrag lesen »


geschrieben von Guillermo (26. Oktober 2010)
Kategorie: Outside
Kommentare deaktiviert für Rettet die schönsten bedrohten Wörter  Weiterlesen

Im Dezember ist es wieder so weit. Dann kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden das Wort des Jahres (WdJ) 2010. Erinnert ihr euch noch an das WdJ 2009? «Abwrackprämie» lautete es für Deutschland. In der Schweiz hiess es «Minarettverbot». In Österreich übrigens «Mobilfunk-Steinzeit». Keine Ahnung, was genau damit gemeint war!

Ich persönlich hätte das Wort des vergangenen Jahres auch nicht mehr gewusst. Ganz zu schweigen von den Wörtern der letzten Jahre. Wörter geraten in Vergessenheit. Je weniger man sie benutzt, desto schneller. Es gibt Wörter, die sind schon Jahrzehnte nicht mehr gebräuchlich. Sie drohen aus dem Wortschatz zu verschwinden. Wenn es da nicht Menschen gäbe, die versuchen, dieser verbalen Schwindsucht entgegenzuwirken. Bodo Mrozek ist so ein Mensch. Vielleicht kennen ihn die einen oder anderen oder zumindest sein Buch «Lexikon der bedrohten Wörter» aus dem Jahr 2006. Er rief 2007 einen Wettbewerb aus zur Wahl des schönsten bedrohten Wortes der deutschen Sprache. Hier die Top-10:

1 Kleinod
2 blümerant
3 Dreikäsehoch
4 Labsal
5 bauchpinseln
6 Augenstern
7 fernmündlich
8 Lichtspielhaus
9 hold
10 Schlüpfer

Wörter sterben aus, wenn sie nicht gebraucht werden. Nur ein wohlwollendes Aufnehmen in den aktiven Wortschatz eines und einer jeden von uns kann sie vor dem Aussterben bewahren.

Nehmt das Schicksal der deutschen Sprache selbst in die Hand. Jeden Tag!


geschrieben von Sebastian (25. Oktober 2010)
Kategorie: Outside
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Nicht mehr ganz taufrisch, aber auf jeden Fall einen Eintrag wert: Die vielleicht geilste Kampagne, die mir je untergekommen ist, stammt von Weiden & Kennedy in Portland, Oregon. Sensationell, wie hier dem Altherrenduft Old Spice ein neues Image verliehen, brillant, wie Käuferzielgruppe (Frauen) und Benutzerzielgruppe (Männer) gleichermassen angesprochen und fantastisch, wie in der Folgekampagne die Idee auf ein neues Level gehoben wurde. Aber von Anfang an:

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