“En garde. Prêt? Allez!” – ein Agenturausflug, der unter die Haut ging.
geschrieben von Sebastian (24. Juni 2013)

„Authentisch“ kommt von „Autsch!“ und nur was Spuren hinterlässt, ist auch wirklich passiert. So in etwa lässt sich unser Agenturausflug 2013 zusammenfassen. Nachdem wir im 2011 am „Gran Premio del Cine Valenciano“ (Film-)Geschichten frei erfanden und uns im 2012 am „Copa de Cervantes“ von wahren Begebenheiten zu spannenden Storys inspirieren liessen, war dieses Jahr alles echt und nix erfunden. „Authentizität“ war das STICHwort für ein Abenteuer, welches wahrlich unter die Haut ging: Ein Wochenende voller Blut, Schweiss und Tränen.

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Ein heldenhafter Wettstreit: Wer führt bei Valencia die schärfste Klinge?

Am „Zorro de Valencia“ massen sich die Frauen und Männer der Agentur nämlich im Degenfechten und nächtigten zwischen Training und Turnier spartanisch im Kloster Dornach, wo uns Fechtprofi und Weltranglisten-Zweiter Max Heinzer  zu Beginn nützliche Tipps mit in den Fechtsaal gab. Schon am Freitagnachmittag galt es ernst: Maître Manfred Beckmann von der Fechtgesellschaft Basel hatte eine Herkules-Aufgabe: Normalerweise benötigt ein Fechter etwa zwei bis vier Jahre Training, bis er Gefechtsreife erlangt.

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“You talkin’ to me?”: Fechten ist kein Kinderspiel.

Dem Maître standen für ein Team von 45 Anfängern gerade knapp zwei Stunden zur Verfügung. Die Equipe lauschte aufmerksam seinen Worten und stürtzte sich voller Enthusiasmus in die Fechtjacken. Und dann hiess es auch schon „En Garde. Prêt? Allez!“

In Reih und Glied: Ausrüstung für 50 Personen zu beschaffen, war für den Maître ein besondere Herausforderung.

In Reih und Glied: Ausrüstung für 45 Personen zu beschaffen, war für den Maître eine besondere Herausforderung.

Ohne Rücksicht auf Verluste zeigte das Team vollen Einsatz und schon bald kamen unter den Fechtmasken die ersten grinsenden, tropfnassen Gesichter hervor: Fechten ist definitiv anstrengender, als es aussieht. Der Maître zeigte sich von unserem Einsatz sichtlich beeindruckt.

Allez: Im Fechtsaal flogen die Fetzen.

Allez: Im Fechtsaal flogen die Fetzen.

Am Samstag stand dann das Turnier an. Die Gruppenphase sowie die Achtel- und Viertelfinals fanden in den Räumlichkeiten der Fechtgesellschaft Basel und des Basler Fechtclubs statt. Für die Halbfinals und den Final ging es dann abends an eine standesgemässe Location: Im Schloss Bottmingen kämpften die vier verbliebenen Frauen und Männer vor Publikum in Abendgarderobe um Ruhm, Ehre, einen goldenen Degen und eine Reise an die Fecht-WM in Budapest (als Zuschauer versteht sich). Nach spannenden Finalkämpfen kam es zum Schluss zur grossen Überraschung: Mit Sabina Wothe und Serdal Aktas gewannen zwei Kämpfer, welche die wenigsten auf ihrer Liste hatten.

Strahlender Sieger: Serdal hat mal wieder alles richtig gemacht.

Strahlender Sieger: Serdal hat mal wieder alles richtig gemacht.

Schöne Geste: Die Finalistin gratuliert der Siegerin.

Lieferten sich ein grossartiges Duel: Finalistin Anke mit Siegerin Sabina.

Was bleibt vom Wochenende hängen? Grossartige Erinnerungen, einige blau-grün-gelbe Flecken und die Einsicht, dass Sieg und Niederlage oft nur eine Degenspitze auseinanderliegen. Das werden wir uns für den nächsten Pitch hinter die Ohren schreiben. Wir gratulieren Sabina und Serdal zum fantastischen Turniergewinn und bedanken uns bei allen Beteiligten für ein grossartig-authentisches Wochenende.

BLAUE_FLECKEN

Rot, blau oder grün? Von diesem Ausflug durften allen ein Gratis-Souvenir mitnehmen.

… und auch noch filmisch aufbereitet

Begleitet wurde der ganze Event übrigens von zwei Filmteams. Die Crew von Clip It lieferte uns noch am selben Abend eine Zusammenfassung des Wochenendes im Stil eines Sportpanoramas und Multitalent Güzin Kar begleitete mit der Crew von Snap Film einen Fechter und eine Fechterin durch die Höhen und Tiefen des Turniers.


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