Die ultimativen Weihnachtstipps von Valencia
geschrieben von Guillermo (19. Dezember 2012)

Wie ultimativ darf es denn sein? Ultimativ im Sinne von endgültig? Ich meine, alles spricht vom Weltuntergang,

Wie wird das Wetter am 21.12 2012?

aber niemand scheint es zu kratzen. Darum hier die ultimativen im Sinne von wegweisenden Weihnachtstipps, damit für alle, die noch keinen blassen Schimmer haben, was sie an Weihnachten tun oder schenken sollen, am 24./25. Dezember nicht doch noch die Welt untergeht.

Sebastian Refardt macht den Anfang:

Mut zur Lücke: Sorgen Sie für Leerstellen im Kalender

Vor Weihnachten gibt’s immer viel zu tun. Alle Arbeit will erledigt sein, Geschenke und Essen besorgt, die Wohnung geputzt, der Baum dekoriert und die Mailänderli backen sich auch nicht von alleine. Da sollte das Fest selber nicht auch noch zum Stress verkommen.

Unser Tipp: Lassen Sie vom 24. bis 26. Dezember einen Tag frei, an dem Sie Ihr Bäumchen ganz für sich haben.

Nordmanntanne

O Tannenbaum

Ein unkompliziertes, aber feines Abendessen (z.B. 3-4 edle Käse mit frischem Brot und einen guten Barolo), etwas feine Musik (z.B. Jazz von Dexter Gordon) und anschliessend im Kerzenschein den neuen Roman lesen, welchen Sie garantiert schon geschenkt bekommen haben (z.B. «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» von Thomas Meyer aus dem salis Verlag, 2012)  – so macht Weihnachten Freude.

jüdisch-orthodoxer Hut auf einer biederen, weissen Tapete über dem in Oker gehaltenen Buchtitel

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2012

Frische Luft wirkt Wunder

Ich selbst bin ja eher der klassische Typ und finde, an Weihnachten gehört es sich, zu Hause zu bleiben. Was gibt’s schöneres als auf dem Sofa zu lümmeln und sich alle möglichen und unmöglichen Weihnachtsfilme reinzuziehen, die am Fernsehen gezeigt werden. Nichtsdestoweniger hier ein Tipp von mir (Guillermo Garcia), der sehr viel zur Beruhigung der Stimmung an Weihnachten beitragen kann.

Wer länger als zwei Tage am Stück zu Hause rumlungert und sich nur noch von Plätzchen und anderen feinen Sachen ernährt, sollte unbedingt hinaus gehen. Und zwar bei jedem Wetter. Das gilt vor allem für diejenigen, die sonst eigentlich nie zu Hause sind. Die Familie kann sich unmöglich und schon gar nicht in einer Stresssituation, wie sie Weihnachten nun mal sein kann, schlagartig an eine übermässig längere Präsenz gewöhnen.

Also, dicken Winterjacken anziehen und dann nichts wie raus. In den Wald, in die Berge, meinetwegen in den Zoo! Lange Spaziergänge sind Balsam für die Familie – und man bekommt wieder einen gesunden Appetit auf Plätzchen.

Hier noch mein Buchtipp zum Schenken:

88 stimmungsvolle Dorf- und Quartierbeizen in der Schweiz. ISBN: 978-3-03800-602-2

Cervelat und Tafelspitz. Martin Jenni, Marco Aste. AT Verlag

Weihnachten, das Fest der Liebe, der Versöhnung und der Familie…, hat ja immer das Potential in sich, die verdeckten Boshaftigkeiten des Jahres bei der Familienvollversammlung aufbrechen zu lassen.

Darum müsste die Frage nach dem Bösen in Verbindung mit Weihnachten eigentlich ein philosophischer Dauerbrenner sein,

…sagt Michael Gerber. Hier seine Geschenktipps zu Weihnachten:

Als kleiner Bub wünschte ich mir natürlich immer (erfolglos) den halben Zweiten Weltkrieg unter den Weihnachtsbaum. Das Afrikakorps der Wehrmacht und die britischen Gurkha-Brigaden mussten aber aussen vor bleiben. Auch der amerikanische Sezessionskrieg war chancenlos gegenüber unserem internen Ethikstandart. Seltsamerweise waren dann aber Indianer und Cowboys wieder knapp akzeptiert. Und wenn man die Kriegsschiffe und Flugzeuge sich als lehrreichen Modellbausatz wünschte, vergrösserte sich die Chance auf Wunscherfüllung sofort. (Obwohl mich das Basteln eigentlich nie interessierte, das Nachspielen der Luftschlacht um England aber zum Beispiel um so mehr).

Nun, die Frage die sich heute aktuell stellt, ist:

Darf man Adolf Hitler unter den Weihnachtsbaum legen?

Der absolute Lesespass unter den Neuerscheinungen heisst nämlich „Er ist wieder da.“ Und „er“ ist eben Adolf. Und der schreibt in Ich-Form, wie er im 2011 in einem Berliner Hinterhof mit leichtem Benzingeruch an den Kleidern aufersteht und nach einer kurzen Situationsanalyse sich allen Ernstes zur erneuten Machtübernahme aufmacht.

2012, 400 Seiten, Masse: 13,9 x 22 cm, Gebunden, Deutsch Eichborn ISBN-10: 3847905171 ISBN-13: 9783847905172

Timur Vermes: Er ist wieder da. Der Roman, 2012 Eichborn

Nun stelle man sich vor, ich schenkte dieses Buch meinem Vater. Der packt es aus und seine Enkelin gesellt sich hinzu. Und sie fragt ihn, was denn das für ein Buch sei, das ihm da das Christkind geschenkt hat…

…?

Also ist die Antwort: Ja, man darf Hitler an Weihnachten verschenken, wenn es a) eine Persiflage ist und b) die anwesenden Kinder nicht mehr allzu fest ans Christkindli glauben.

Zu dieser Art von Geschenken gehört auch der nächste Geschenktipp von Michael Gerber:

The walking dead. Erste und zweite Staffel. Der Überraschungserfolg aus Amerika.

Cowboy rennt auf einer Landstrasse der untergehenden Sonne entgegen. Er ist bewaffnet.

The Walking Dead, 1. und 2. Staffel auf DVD erhältlich, strikt ab 18!

Ein Zombie-Outbreak erster Güte mit noch unbekanntem Ausgang. Nach zwei Staffeln sieht es für die Gesunden nicht besonders gut aus. Die Ostküste zumindest ist ein riesiges Katastrophengebiet. Dazu passt der Quote zum christlichen Fest von Farmer Hershel Greene, der beim Anblick der Zombies in seinem Vorgarten fällt: «I can’t profess to understand God’s plan, Christ promised the resurrection of the dead. I just thought he had something a little different in mind.»

In diesem Sinne: Viel Spass mit dem ersten Christfest nach dem Weltuntergang. Merry X-mas to u all!

Eure Valencia Blog-Redaktion

Michael Gerber, Sebastian Refardt und Guillermo Garcia


Kommentare:
1 Kommentar zu "Die ultimativen Weihnachtstipps von Valencia"
Wolfgang Lamont am 19. Dezember 2012 um 13:34

Happy Holidays, oder wir wir in der CH ja noch sagen dürfen- Merry Christmas an das ganze Valencia Team.

LG Wollfgang